Adoleszenz und Migration: Adoleszenzverläufe weiblicher und by Marga Günther

By Marga Günther

Die Arbeit beleuchtet adoleszente Entwicklungsprozesse afrikanischer Bildungsmigranten in Deutschland und geht der Frage nach, wie Adoleszenz- und Migrationsprozesse zusammenwirken. Die examine von biographischen Interviews verdeutlicht, wie die adoleszenten Möglichkeitsräume adoleszenter BildungsmigrantInnen beschaffen sind und wie die Auseinandersetzung mit Veränderungen sowohl auf individueller wie sozial-gesellschaftlicher Ebene transformierte Lebensentwürfe hervorbringt. Die adoleszenztheoretische Perspektive ermöglicht den Blick auf die Innenwelt der jugendlichen MigrantInnen jenseits der üblichen Kategorien wie "Kultur", "ethnische Identität" and so on. und gibt Aufschlüsse darüber, ob und in welcher Weise die Jugendlichen mit ihren sozialen Praxen oder Identitäten an kulturell oder ethnisch definierte Bilder anknüpfen oder aus welchen anderen Bildern oder Vorstellungen sich ihre Lebensentwürfe generieren.

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Danach erfolgt die Auseinandersetzung mit der Frage, wie in dieser Arbeit die Umbildungsprozesse von Migration und Adoleszenz gefasst werden. Dabei wird auch das zugrunde liegende Verständnis von Identität, Kultur und Modernisierung deutlich. Schließlich wird ein theoretisches Konzept vorgestellt, mit dem die adoleszente Migration einer differenzierten Analyse unterzogen werden kann, mit der das komplexe Ineinandergreifen beider Prozesse beleuchtet werden kann. Hieraus ergeben sich die zentralen Annahmen, auf deren Hintergrund die empirischen Daten interpretiert werden.

2001a, 158; 2001b,132). Aufgrund ihrer Interpretation sieht Rohr einen deutlichen Unterschied der Adoleszenzverläufe bei Migrantenjugendlichen gegenüber denen einheimischer Jugendlicher. Ihre Analyse beschränkt sich jedoch auf die Perspektive der jungen Frauen und gibt keinen Hinweis auf die sozial-strukturellen Bedingungen, unter denen die Migration stattfindet, und darauf, wie diese von den Familien jeweils verarbeitet werden. Rohr hinterfragt nicht, welche Bedeutung die enge Anbindung der Töchter für die Mütter haben kann.

7 Die Entscheidung zum Auslandsstudium wird nicht von den Jugendlichen allein getroffen, sondern findet zumeist eingebettet in den Familienverbund statt. Der genaue Anteil der Jugendlichen bei dieser Entscheidung ist nicht immer klar zu bestimmen. 2 Die adoleszenztheoretische Sicht auf jugendliche MigrantInnen Die Einbeziehung einer adoleszenztheoretischen Perspektive wird von einigen Migrationsforschern seit geraumer Zeit reklamiert, weil sie feststellen, dass gängige Muster weder für die Erklärung der besonderen Leistung der individualisierten Lebensführung noch für die Behandlung bestimmter Problemkonstellationen bei jugendlichen MigrantInnen ausreichen, sondern dass „Adoleszenz in der Migration etwas sehr Spezifisches darstellt“ (Apitzsch 2003, 74; vgl.

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