Arbeitsmarkt und Sozialpolitik: Kontroversen um Effizienz by Olaf Struck Dr. phil. habil., Hartmut Seifert Dr. rer. pol.

By Olaf Struck Dr. phil. habil., Hartmut Seifert Dr. rer. pol. Leiter (auth.), Hartmut Seifert, Olaf Struck (eds.)

Arbeitsmärkte werden flexibler und sind durch eine Zunahme an Flexibilität, Mobilität und Qualifikationsanforderungen gekennzeichnet. Im Zuge dieser Entwicklungen werden Risiken einer schnellen Marktanpassung zunehmend auf die Erwerbsbevölkerung übertragen. Eine balancierte Ausgestaltung der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die zugleich Flexibilität und Effizienz sowie Wohlfahrt und Sicherheit für möglichst viele Menschen zu steigern in der Lage ist, wird schwieriger.
Marktakteure benötigen Sicherheiten. Hierzu gibt das Buch Hinweise. Diskutiert werden die sozial- und arbeitsmarktpolitischen Funktionsvoraussetzungen für versatile Arbeitsmärkte, die sowohl Effizienz- als auch Sicherheitskriterien entsprechen.

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1 Interne Flexibilität Interne Flexibilität beruht auf den Möglichkeiten, den Arbeitskräfteeinsatz im Rahmen personalpolitischer Anpassungsstrategien ohne Rückgriff auf den externen Arbeitsmarkt variieren zu können. Vor allem tarifliche Öffnungsklauseln weiteten sukzessive das Handlungsrepertoire für intern-numerisch und internmonetäre Flexibilität aus. Sie erlauben, bei zentralen tariflichen Regelungsparametern wie Arbeitszeit und Einkommen von den tariflichen Standards im Rahmen betrieblicher Vereinbarungen (in definierten Bandbreiten) abzuweichen.

A. 1998). Es hob die Grenze für die wöchentliche Höchstarbeitszeit bis auf 60 Stunden an und bezog wirtschaftliche Gründe in den Kanon der Ausnahmetatbestände für Sonn- und Feiertagsarbeit mit ein. 2 Externe Flexibilisierung Gleichzeitig zu den Erweiterungen interner Flexibilität haben zahlreiche Änderungen im Arbeitsrecht den Grad externer Flexibilität erhöht. Seit 1985 hatten mehrere Beschäftigungsförderungsgesetze die Regelungen zu befristeter Beschäftigung und Leiharbeit gelockert. Die so genannten Hartz-Gesetze sowie das zum Jahresbeginn 2004 in Kraft getretene „Gesetz für Reformen am Arbeitsmarkt“ verstärkten diesen Kurs.

Jedenfalls zeigt der internationale Vergleich, dass erfolgreiche Länder wie Dänemark, Niederlande und Schweden nach wie vor stark auf aktive wie passive Arbeitsmarktpolitik setzen (Abb. 3). Bezieht man die Ausgaben auf die Arbeitslosen, weist Großbritannien überraschender- 36 Günther Schmid weise höhere Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik auf als Deutschland (Abb. 4). 0 Passive Arbeitsmarktpolitik Quelle: OECD Warum sind diese Länder nicht schon längst Bankrott gegangen? Diese Frage führt zum zweiten „Hoffnungsstrahl“.

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