Auf dem Weg zu neuen Hochschultypen: Eine by Grit Würmseer

By Grit Würmseer

Das deutsche Hochschulsystem befindet sich unter massivem Veränderungsdruck - Universitäten und Fachhochschulen sehen sich mit zahlreichen staatlichen Reformen konfrontiert. Wie reagieren Hochschulen als Organisationen auf gegenwärtige gesellschaftliche und politische Herausforderungen? Bilden Universitäten und Fachhochschulen neue Hochschultypen aus? Diesen Fragen geht Grit Würmseer in ihrer qualitativ angelegten empirischen Untersuchung nach, indem sie die Identitäten von Fachhochschulen und Universitäten rekonstruiert. Vor dem Hintergrund der externen institutionellen Vorstellungen über Hochschule, die mittels der politischen Reformen transportiert werden, wird nicht nur nach strukturellen Anpassungen, sondern darüber hinaus nach Veränderungen der organisationalen Identität gefragt, wobei der Blick auf das Entstehen neuer Differenzierungslinien auf der Ebene des Hochschulsystems gerichtet ist.

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Thieme 1986: 316; Rotenhan 1980: 113f. ). Zweitens war die Umsetzung des Gesamthochschulmodells, insbesondere das didaktische Konzept unzureichend durchdacht und ausformuliert. ). Die diffuse Situation der Gesamthochschulen verstärkte sich drittens aufgrund der Verzögerungen bei der Einigung zum Hochschulrahmengesetz (HRG), welches bundeseinheitlich den gesetzlichen Rahmen bilden sollte. ). Obwohl bereits seit Mitte der 1970er Jahre ein hochschulpolitischer Wandel erkennbar wurde – der Wissenschaftsrat, die Westdeutsche Hochschulrektorenkonferenz sowie einige Wissenschafts- und Kultusminister rückten bereits von der Gesamthochschule als Strukturprinzip des Hochschulbereichs ab – sah das HRG die Gesamthochschule 1976 noch als Regelhochschule vor: „Hochschulen sind als Gesamthochschulen auszubauen oder zusammenzuschließen (integrierte Gesamthochschule) oder unter Aufrechterhaltung ihrer rechtlichen Selbstständigkeit durch gemeinsame Gremien zu Gesamthochschulen zu verbinden (kooperative Gesamthochschule)“ (HRG 1976 §5(1)).

Dies bedeutet andererseits, dass Land und Hochschule bei der Ordnung des Studiums und der Hochschulprüfungen, bei der Errichtung und Neugestaltung von Fakultäten und wissenschaftlichen Einrichtungen, bei der Hochschulplanung und bei der Berufung von Professoren zusammen arbeiten (Führ 1997:216). 4. Innere Organisation und Struktur der Hochschulen Die im Zuge der Reformen neugeordnete innere Organisation und Struktur der Hochschulen hatte für Fachhochschulen und Universitäten entgegengesetzte Auswirkungen.

2a, WissHG NW 1979 §4, FHG NW 1979 §4). Die Absicht Humboldts die inhaltlichen Belange der Universität ihren Professoren zu überlassen und damit mögliche Ansprüche des Staates gering zu halten, findet hierin ihre Bestätigung. 3. Rechtlicher Status Ein weiterer Punkt, der das Verhältnis zwischen Staat und Hochschule berührt, ist der rechtliche Status der Hochschulen. Mit der Anhebung der ehemaligen Ingenieur- und Fachschulen zu Hochschulen unterscheidet sich der rechtliche Status der neugeschaffenen Fachhochschulen nicht von dem der Universitäten.

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